LEADER – Lebensräume mit Zukunft
Gemeinsam gegen Klimakrise und Artensterben
Lena Brenstein von der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld stellte Anfang November in unserer BUND-Kreisgruppensitzung das LEADER-Projekt „Lebensräume mit Zukunft“ vor. Sie machte deutlich: „Klimawandel und Artensterben treiben sich gegenseitig an.“ Steigende Temperaturen, Extremwetter und der Verlust von Feuchtlebensräumen setzten vielen Arten zu, besonders Wiesenvögeln wie Kiebitz und Brachvogel sowie Amphibien und Feuchtwiesenpflanzen. Bild: © L Brenstein.
Lebensräume für Artenvielfalt und Klimaschutz
Das LEADER-Projekt entwickelt artenreiche Lebensräume, die zugleich dem Klimaschutz dienen. „Moore und Feuchtflächen sind echte Multitalente“, sagte Brenstein. „Sie speichern CO2, halten Wasser in der Landschaft und bieten seltenen Arten Rückzugsräume.“ Ziel ist es, das klimabedingte Artensterben sichtbar zu machen und regionale Maßnahmen zu entwickeln, die natürliche Systeme widerstandsfähiger machen.
Wer mitmachen kann
Die LEADER-Region GT8 umfasst Borgholzhausen, Teile von Gütersloh, Halle, Harsewinkel, Langenberg, Rietberg, Versmold und Werther. Die Planungsphase läuft bis Dezember 2026. Mitmachen können Schulgruppen, Naturschutzvereine, Landwirtschaft, Imker, Angler, Kommunen, Kirchen, Firmen oder Privatpersonen mit Gärten. „Wir brauchen ein starkes Netzwerk aus Menschen, die bereit sind, ihre Umgebung aktiv mitzugestalten“, betonte Brenstein. Auch neue Projektideen sind willkommen.
Klima- und Artenschutz-Ranger*in werden
Für Jugendliche und Erwachsene gibt es Schulungen, in denen Arten bestimmt, Indikatorarten erkannt und Landschaftsveränderungen dokumentiert werden. Digitale Bestimmungs-Apps unterstützen dabei. Über soziale Medien werden Ranger vernetzt und Projekte sichtbar gemacht.
Beratung für Menschen mit Flächeneigentum
Die Biologische Station bietet individuelle Beratung zu Klimaanpassung und Artenvielfalt an. Gemeinsam werden ökologische Optimierungen erarbeitet, die beiden Zielen dienen.
Maßnahmenkonzepte mit Kostenplanung
Für ausgewählte Flächen entstehen detaillierte Konzepte als fachliche und finanzielle Grundlage der nächsten Projektphase. Die Förderung erfolgt über die LEADER-Kulisse und den Kreis Gütersloh.
Interessierte bitte bei der Biostation melden
Die BUND-Kreisgruppe Gütersloh empfiehlt das LEADER-Projekt ausdrücklich weiter. Anette Klee: „Auch in unserer Runde sind vielleicht Menschen oder andere Träger, die Flächen haben oder sich in anderer Weise einbringen möchten. Diese sollten sich direkt mit Lena Brenstein in Verbindung setzen.“
Kontakt:
Biologin & Landschaftsökologin
Lena Brenstein
Biologische Station Gütersloh/Bielefeld
Tel. 0160 4230765
E-Mail: lena.brenstein@biostationgt-bi.de