Kreisgruppe Gütersloh

Den Tieren das Recht auf ein Leben zurückgeben

31. Mai 2020 | Klimawandel, Landwirtschaft, Massentierhaltung, Nachhaltigkeit

Demo in der Gütersloher Innenstadt für die Schließung aller Schlachthäuser von Animal Rights Watch (ARIWA)

 (Vanessa Thöne)

Den Tieren wieder eine Stimme geben - dafür gingen viele am vergangenen Samstag in Gütersloh auf die Straße. Ab 11:30 Uhr war es am Rathausplatz dann soweit. Eine immer größer werdende Menschenmenge aus Aktivisten und Fußgängern schaute sich interessiert den Beginn der Demonstration zu Schließung aller Schlachthäuser an, bei der den leidenden Tieren in den Schlachthäusern endlich eine Stimme gegeben wurde. Dazu gab es hervorragende Livemusik zum Thema und sehr viele Unterstützer aus dem Tierschutz rund um Gütersloh.

Dieser Tag war ein Aufruf zum aktiven Hinterfragen der aktuellen dramatischen Situation, in der gegenwärtig jeden Tag unzähligen Tieren ihr Leben genommen wird. Am Rathaus gab es zunächst einige sehr eindringliche Zahlen, Daten und Fakten zu den Vorgehensweisen der Fleischindustrie, in der unzählige Tiere jeden Tag, jede Stunde, jede Minute sterben. Es sind unter anderem Rinder, Schweine, Schafe, Hühner, Fische. Es ist ein grausames Sterben hinter verschlossenen Türen für den sehr kurzen Genuss der Menschen, für den es auch zahlreiche andere Lösungen gibt - aber noch zu wenige sich trauen, sich darüber Gedanken zu machen:

"Es gibt kein Fleisch von glücklichen Tieren - nur von toten Tieren."

Das gilt auch für Bioprodukte. Diese Wahrheit tut vielen weh. Diese Wahrheit ist extrem unbequem. Diese Wahrheit ist grausam. Es gibt aber auch Hoffnung. Die Wahrheit ist auch, dass jeder sich ändern kann und sein Leben aktiv mit Respekt und Wertschätzung für das Leben der Tiere gestalten kann. Es gibt immer mehr Möglichkeiten, eben weil immer mehr Menschen umdenken und auch der Markt das langsam aber sicher erkennt. Wir brauchen kein Fleisch oder Leder, um ein glückliches Leben zu führen. Von der vegetarischen Ernährung hin zum veganen Lebensstil, für jeden in seinem Tempo. Denn eine Umstellung wird für alle immer einfacher. Es gibt so viele Möglichkeiten und es gibt tolle vegane Produkte und Lebensmittel, die Genuss ohne schlechtes Gewissen garantieren. Das Entscheidende ist, dass wir uns einmal bewusst dafür entscheiden, den ersten Schritt für die Tiere zu gehen.

Eine Demo wie diese ist eine der wenigen Chancen, diese grausamen Zustände in den Blick der breiten Öffentlichkeit zu rücken, um ein neues, globales Umdenken anzustoßen, damit das Leiden und Sterben hinter verschlossenen Türen endlich ein Ende nehmen kann. Damit Mensch und Tier wieder würdevoll zusammenleben können auf unserem Planeten. Tierschutz bedeutet auch Umweltschutz und Klimaschutz. Diese Demo setzt sich daher auch ein für einen verantwortungsvolleren Umgang mit unseren Ressourcen auf unserem einzigen Planeten, damit alle satt werden.

Auch das aktuelle Thema Coronavirus wurde natürlich thematisiert, wobei die Ursachen auch in dem heutigen Umgang des Menschen mit den Wildtieren begründet ist, da das Virus über eine Zoonose auf den Menschen übertragen wurde. Das Virus wurde durch sehr engen körperlichen Kontakt mit Wildtieren auf den Menschen übertragen, da der Mensch die Wildtiere aus ihren natürlichen Lebensräumen reißt und diese im Handel verkauft. Durch diesen Eingriff in die Tierwelt wird die Entstehung von Pandemien wie z.B. des Coronavirus stark begünstigt. Daher war die Verbreitung eines solchen Virus kein Zufall sondern vielmehr nur eine Frage der Zeit.

Dieser Samstag war eine friedliche und super organisierte Umgebung für Tierschützer rund um Gütersloh und Umgebung um laut zu werden für die Rechte der Tiere. Die Demonstration wurde organisiert von den Aktivisten von Animal Rights Watch (ARIWA). Es gab hier die wunderbare Möglichkeit, sich mit anderen Tierschützern auszutauschen und neue Kontakte mit Gleichgesinnten zu knüpfen, die man auch nach der Demo mal wieder treffen kann. Besonders gefreut haben wir uns während der Demo aber auch, dass es viele Unterstützer außerhalb der Demo gab, die uns auf unserem Weg durch die Innenstadt mit unseren Schildern und Plakaten für die Tiere immer wieder ihr "Daumen hoch" von den Balkonen, aus den Autos oder auch vom Straßenrand signalisierten. 

Auch beim nächsten Mal sind wir wieder dabei und machen uns für die Tiere mit unserer Stimme stark.

Es war ein schöner gemeinsamer Tag mit sehr vielen Unterstützern für den Tierschutz, hier ein paar Eindrücke:

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